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Das IÖW/future-Ranking der Großunternehmen

Alle Rankings seit 1994

Am Anfang standen Umweltberichte

Schon 1994 führten IÖW und future das erste Ranking von Umweltberichten und Umwelterklärungen durch. Es war eine der weltweit ersten kriteriengestützten Bewertungen von Berichten, in denen Unternehmen auf freiwilliger Basis ihre ökologischen Aktivitäten und Leistungen darstellen. Weitere Rankings von Umweltberichten folgten 1995, 1998 und 2000. Die Kriterien wurden verfeinert und 2000 erstmals auch branchenspezifisch ausgestaltet. Im Ranking 2000 wurden erstmals auch Informationen, die im Internet oder in weiteren Publikationen zur Verfügung stehen, aufgenommen – sofern gezielte Querverweise im Bericht auszumachen waren.

Die ersten Durchgänge des IÖW/future-Rankings in den 1990er Jahren wurden von Umweltberichten kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU) dominiert. Sie setzten aus einer starken Umweltmanagementorientierung heraus den Standard für eine Berichterstattung zur ökologischen Unternehmensverantwortung. Angesichts der ab Mitte der 1990er Jahre rasant gestiegenen Zahl von Umwelterklärungen einerseits und der zunehmenden Zahl an Umwelt- und dann Nachhaltigkeitsberichten von Großunternehmen andererseits konzentrierte sich das IÖW/ future-Ranking ab dem Jahr 2000 auf die 150 größten deutschen Unternehmen.

Weiterentwicklung zum Nachhaltigkeitsranking

2003 und 2004 überarbeiteten future und IÖW die Anforderungen, um nunmehr vor allem Nachhaltigkeits- und CSR-Berichte nach der vielfach erprobten Methodik bewerten zu können. Die zu ergänzenden Bewertungskriterien zu Personalentwicklung, Arbeitsbedingungen, Menschenrechten etc. wurden im Jahr 2004 in einem Workshop unter Beteiligung von Politik, Unternehmen, Wirtschaftsverbänden und zivilgesellschaftlichen Organisationen diskutiert. Anschließend wurden sie den relevanten Branchenverbänden zur Überprüfung zugeleitet. Der Kriterienkatalog kam beim Ranking 2005 sowie leicht aktualisiert beim Ranking 2007 zum Einsatz. Lediglich für die Finanzinstitute erfolgte mit der Entwicklung branchenspezifischer Kriterien eine Überarbeitung. Eine grundlegende Überarbeitung des gesamten Kriteriensets wurde dann wieder 2009 vorgenommen; sie basierte wie üblich auf einem breiten Stakeholder-Dialog.

Hohe Akzeptanz in der deutschen Wirtschaft

Die Rankingergebnisse 1995 bis 2005 wurden im Wirtschaftsmagazin „Capital” veröffentlicht, was zu einer hohen Aufmerksamkeit führte. Mit der Veröffentlichung der im „Handelsblatt“ erreichten die Ergebnisse des Rankings 2007 noch mehr Leserinnen und Leser in den Unternehmen. Zur hohen Akzeptanz des Ranking-Verfahrens in der Wirtschaft tragen unter anderem die Stakeholderbeteiligung an der Weiterentwicklung der Kriterien sowie die Feedbackschleife bei, in der die Unternehmen die Bewertung ihres Berichts vor der Veröffentlichung der Ergebnisse sachlich kommentieren können. Über die Pressekonferenz und vor allem die Preisverleihung im Rahmen der Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung, einem wichtigen Unterstützer des Rankings, erzielte das Ranking 2009 auch in der breiteren Öffentlichkeit große Aufmerksamkeit.

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