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Das IÖW/future-Ranking der Großunternehmen - Bewertungsmethodik

Umfassendes Kriterienset

Im IÖW/future-Ranking wird jeder Bericht systematisch anhand eines Kriterienkatalogs bewertet. Die Bewertung umfasst zwölf Hauptkriterien wie etwa ökologische Aspekte der Produktion, Verantwortung in der Lieferkette oder Interessen der Mitarbeiter/innen, die in insgesamt 48 Einzelkriterien spezifiziert werden. Die allgemeinen Kriterien werden zudem punktuell durch branchenspezifische Kriterien ergänzt. Diese beziehen sich auf Besonderheiten der Branchen insbesondere hinsichtlich ökologischer und sozialer Anforderungen in den Bereichen Produktion, Produkte und Lieferkette.

Um aktuelle Entwicklungen im Bereich der Nachhaltigkeitsberichterstattung auf nationaler wie internationaler Ebene einzubeziehen, werden die Bewertungskriterien regelmäßig überarbeitet. Die letzte grundlegende Neufassung der Kriterien erfolgte im Ranking 2009 in einem mehrstufigen dialogischen Verfahren mit Unternehmen, Verbänden, Politik, Verwaltung und zivilgesellschaftlichen Organisationen. Für das Ranking 2011 wurden die Kriterien sowie die Branchenpapiere leicht überarbeitet und aktualisiert.

Bewertungsprozess

Das Ranking startet jeweils mit einer Befragung zum Stand der Nachhaltigkeitsberichterstattung der Unternehmen, der Aktualisierung oder Überarbeitung der Bewertungskriterien und der Zusammenstellung der Stichprobe. Während die aktuell vorliegenden Berichte in den weiteren Bewertungsprozess eingehen, wird für alle anderen Unternehmen ohne eigenständigen Bericht erfasst, ob und in welcher Form sie die Öffentlichkeit darüber, wie sie ihre gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen, informieren. So entsteht am Ende ein komplettes Abbild der Kommunikationsaktivitäten der deutschen Großunternehmen in ihren unterschiedlichen Formaten und Umfängen - bis hin zur Auflistung derjenigen Unternehmen, die keinerlei Informationen preisgeben (Nicht-Berichterstatter).

Der eigentliche Bewertungsprozess besteht aus mehreren Bewertungsphasen. Dabei wechseln standardisierte Bewertungen durch die Branchenverantwortlichen mit internen und externen Qualitätssicherungsschleifen und Überarbeitungen der Bewertungen ab. Die interne Qualitätssicherung folgt zum einen je Bewertung dem Vier-Augen-Prinzip und gewährleistet zum anderen den branchen- und bewerterübergreifenden Abgleich der Bewertungen. Die externe Qualitätssicherung besteht aus einer Feedbackschleife mit den Unternehmen: Sie erhalten jeweils ihren Bewertungsbogen mit allen bewertungsrelevanten Angaben und können schriftlich auf Missverständnisse oder nicht berücksichtigte Informationen hinweisen. Internen und externen Qualitätssicherungen folgen jeweils Überarbeitungen und Branchenabgleiche durch die Branchenverantwortlichen. Ein nochmaliger Gesamtabgleich bildet den Abschluss des Bewertungsprozesses und die Basis für die detaillierten Auswertungen im Ergebnisbericht.

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